10. Juli 2025

Männerkrebsvorsorge mal anders

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Neuer Standard der urologischen Vorsorge: PSA-Wert-Messung ersetzt die manuelle Tastuntersuchung zur Vermeidung von Überdiagnostik.

Entgegen der gebräuchlichen Praxis, im Rahmen der Männerkrebsvorsorge auch eine rektal-digitale Untersuchung der Prostata durchzuführen, hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie vor einiger Zeit ihren Untersuchungsalgorhythmus hierzu geändert. Die manuelle Untersuchungstechnik soll als Goldstandard der vergangenen Jahrzehnte regelhaft nun nicht mehr erfolgen. Stattdessen wird der PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) im Blut gemessen. Ist dieser Wert auffällig, wird sogleich ein MRT des Beckens durchgeführt. Die Untersuchung mit dem Finger hatte sich in wissenschaftlichen Untersuchungen als zu störanfällig und unpräzise herausgestellt. Insbesondere zu viele falsch-positive Ergebnisse der digitalen Palpation führten nachgelagert zu einer nicht vertretbaren Überdiagnostik und -therapie. Dieses soll nun auf diesem Wege reduziert werden.