9. Oktober 2026

Die Grippeschutzimpfung

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Die Grippeschutzimpfung dient der Vorbeugung einer Erkrankung, die durch das Influenzavirus ausgelöst und meistens Grippe genannt wird. Der Verlauf kann sich deutlich von einer durch andere Viren ausgelösten Erkältung unterscheiden. Besonders bei älteren Menschen, Schwangeren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann eine Influenza schwer verlaufen und zu drastischen Komplikationen führen.

Das Influenzavirus

Influenzaviren sind die Erreger der echten Grippe (Influenza), einer akuten Infektionskrankheit der Atemwege. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über virushaltige Tröpfchen und Aerosole, die beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen freigesetzt werden.

Typisch für eine Influenza ist ein häufig plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, trockenem Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Während die Erkrankung bei vielen Menschen ohne Komplikationen ausheilt, können insbesondere bei älteren Menschen, Schwangeren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen schwere Verläufe auftreten.

Eine Besonderheit der Influenzaviren ist ihre hohe Veränderlichkeit. Durch fortlaufende Veränderungen ihrer Oberflächenproteine können neue Virusvarianten entstehen. Deshalb kann eine durch frühere Infektionen oder Impfungen erworbene Immunität teilweise umgangen werden. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs regelmäßig an die erwarteten Virusvarianten angepasst wird.

Worauf basiert die Grippeschutzimpfung?

Bei der Grippeschutzimpfung handelt es sich um eine aktive Immunisierung. Dem Immunsystem werden Bestandteile beziehungsweise Antigene von Influenzaviren präsentiert. Dadurch bildet der Körper eine spezifische Immunantwort und kann bei einem späteren Kontakt mit entsprechenden Influenzaviren schneller reagieren. Die üblicherweise gespritzten Influenza-Impfstoffe sind Totimpfstoffe und können selbst keine Influenza auslösen.

Eine Besonderheit der Grippeimpfung besteht darin, dass sie jedes Jahr angepasst werden muss und somit eine saisonale Impfung ist. Influenzaviren verändern sich fortlaufend. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet deshalb weltweit die zirkulierenden Virusvarianten und gibt Empfehlungen für die Zusammensetzung der Impfstoffe der kommenden Saison heraus. Für die Saison 2026/2027 werden in Deutschland entsprechend angepasste Impfstoffe eingesetzt.

Für wen ist die Impfung geeignet?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere allen Personen ab 60 Jahren. Darüber hinaus wird sie unter anderem für Menschen ab einem Alter von sechs Monaten empfohlen, wenn aufgrund einer Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht. Dazu gehören beispielsweise chronische Erkrankungen der Atemwege, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, bestimmte neurologische Erkrankungen sowie eine Immunschwäche. Auch Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen zählen zu den empfohlenen Gruppen.

Die Impfung wird außerdem für Schwangere, für bestimmte Personen mit erhöhtem beruflichem Infektionsrisiko, beispielsweise medizinisches Personal, sowie für Personen empfohlen, die engen Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen haben. In der Regel erfolgt die Impfung jährlich im Herbst.

Vorteile und mögliche Risiken

Ein wesentlicher Vorteil der Grippeschutzimpfung besteht darin, das Risiko einer Influenza und insbesondere schwerer Krankheitsverläufe und Komplikationen zu reduzieren. Allerdings bietet die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion. Wissenschaftliche Publikationen zeigen saisonale Schwankungen in der Wirksamkeit aufgrund der jährlich neuen Anpassung der Impfstoffe, aber es zeigt sich durchgehend unter anderem eine geringere Rate an Krankenhausaufenthalten von Probanden mit Grippeschutzimpfung.

Wie bei anderen Impfungen können auch nach einer Grippeimpfung Impfreaktionen auftreten. Hierbei handelt es sich in der Regel um vorübergehende Beschwerden wie Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. Auch Müdigkeit, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber können auftreten. Diese Beschwerden sind meist leicht und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind dagegen ein sehr seltenes Phänomen.

Insgesamt ist die Grippeschutzimpfung besonders für Menschen sinnvoll, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Influenza haben. Da sich die Influenzaviren verändern und der Impfschutz mit der Zeit nachlässt, muss die Impfung jährlich mit einem an die aktuelle Saison angepassten Impfstoff wiederholt werden.

Quellen

  • Robert Koch-Institut (RKI): Influenza-Impfung – Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.
  • Robert Koch-Institut / STIKO: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.
  • Paul-Ehrlich-Institut (PEI): Saisonale Influenza-Impfstoffe und Zusammensetzung 2026/2027.
  • Paul-Ehrlich-Institut (PEI): FAQ – Impfstoffe und Impfreaktionen.
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Fragen und Antworten zur Grippeimpfung.